Im Moment – wenn auch nicht mehr lange, falls es wirklich so plötzlich warm wird, wie man uns heute in der Wettervorhersage verspricht – blühen in den Schaugärten die Kaiserkronen, Fritillaria imperialis, und beeindrucken mit ihrer stattlichen Erscheinung. Es gibt Kaiserkronen in schönen Gelb-, Rot- und Orangetönen, und auch Sorten mit aufregend panaschiertem Laub.

Fritillaria imperialis 'Aurora'
Kaiserkronen schätzen gut durchlässigen Boden am sonnigen Standort. Den Zwiebeln wird nachgesagt, dass sie Wühlmäuse vertreiben. Das stimmt leider nicht – zwar werden sie selbst von Wühlmäusen nicht gefressen, weil sie so stinken (auch die trockene Zwiebel riecht schon wenig attraktiv – das heißt nicht, dass sie schlecht ist. Das gehört so.), sie halten die Wühlmäuse aber keinesfalls dadurch ab, andere und wohlschmeckendere Pflanzen zu fressen.
Kaiserkronen sollten, wie alle anderen Fritillarien auch, nach dem Kauf zügig gepflanzt werden, da sie sehr schnell anfangen zu schimmeln. Oft haben sie in der Mitte ein Loch – dort ist der Stängel durchgewachsen, und das bedeutet nicht, dass die Zwiebel schadhaft ist. Bei der Pflanzung sollte man etwas organischen Volldünger in den Boden geben; in schwereren Böden empfiehlt es sich, die Zwiebeln auf eine Schicht Sand zu setzen, da sie es trocken mögen.

Kaiserkronen in den Schaugärten
Jetzt, kurz vor Ostern, gibt es in unseren Schaugärten schon richtig was zu gucken – viele Narzissen stehen in voller Blüte, und auch die Felsenbirnen sind kurz davor, aufzublühen. Je nach Wetterlage zieht die Narzissenblüte sich über vier bis sechs Wochen hin – die frühen Sorten und Arten sind zum Teil schon durch, aber die meisten kommen noch! Als letzte blüht Anfang Mai die gefüllte Dichternarzisse Narcissus poeticus ‘Flore Pleno’.
Unsere Narzissenschauwand ist schon wieder aufgebaut, hier können Sie sich in Ruhe auch die Sorten anschauen, die gerade nicht blühen. Außerdem haben wir im letzten Jahr alle Narzissen, die wir im Sortiment führen, in einem Schaubeet ausgepflanzt. Kommen Sie gucken! Es gibt Historische Narzissen, großkronige Klassiker und extravagante Split-Coronas und noch viel mehr zu sehen.
Wer es nicht nach Bornhöved schafft, kann sich auf unserer Website rund um die Narzisse umschauen.
Wie in jedem Jahr bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Narzissen jetzt, während der Blütezeit (also wenn man noch genau weiß, was man will, wie das aussieht und wie es heißt….) vorzubestellen.
Am 21. April bieten wir in der Gärtnerei eine Führung durch die Narzissenblüte an – dort können Sie Ihr Wissen rund um diese schönen Zwiebelblüher vertiefen und alles fragen, was Sie schon immer wissen wollten.
Narzissen können jetzt gedüngt werden! Einfach etwas organischen Volldünger rund um die Pflanzen in den Boden einharken und auf Regen warten.

Historische Narzisse 'Van Sion'

Die ersten Narzissen blühen im großen Staudengarten

Historische Narzisse 'Rip van Winkle'

Galanthus nivalis
Schneeglöckchenbestände kann man durch Teilung “in the green” vermehren. Dies macht man üblicherweise, indem man die Horste vorsichtig ausgräbt, und zwar nach der Blüte (man kann es genau genommen auch während der Blüte machen, aber es ist natürlich netter, die Blüte noch zu genießen und es dann zu tun). Jetzt ist es vor allem wichtig, auf die sehr empfindlichen Wurzeln der Schneeglöckchen aufzupassen – man sollte sie möglichst nicht abbrechen, und sie dürfen auf keinen Fall austrocknen. Man teilt also den Bulk vorsichtig in mehrere kleine und setzt diese sofort wieder ein – ebenso tief, wie sie gestanden haben. Dann gießt man einmal kräftig an und überlässt sie sich selbst. Auf keinen Fall sollte man das Laub vorzeitig entfernen, es hilft dabei, die Zwiebel mit Nährstoffen für die nächste Blüte zu versorgen. Erst wenn die Spitzen gelb werden und das Laub sich leicht auszupfen lässt, sollte man es entfernen.
Grundsätzlich sollten nur gesunde Bestände vermehrt werden. Pflanzen, die von Schneeglöckchen-Grauschimmel befallen sind, sollten ausgegraben und im Restmüll entsorgt werden, keinesfalls über den Kompost.
Noch lieber mögen Schneeglöckchen es, wenn sie in der Ruhephase geteilt werden, also im Juli/August. Aber wenn man sich das vornimmt, muss man dafür vorsorgen, dass man sie auch findet! Damit man den Spaten nicht neben einem Schild im Boden mitten in eine Gruppe Schneeglöckchenzwiebeln stößt, empfiehlt es sich, die Bestände mit mehreren Markierungen zu umranden.